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Siegel

Klinische Chemie

Diese Abteilung führt die spezielle klinisch-chemische Diagnostik durch, d. h. die Analysen, die aufgrund aufwändiger Methodik, geringer Frequenz oder schwieriger Interpretation nicht zu den rationalisierungsfähigen Leistungen gehören.
Mit dieser Aufgabenstellung >

Serologie

Das Spektrum der serologischen Abteilung umfasst alle heute gebräuchlichen Untersuchungsverfahren der Immunologie. Einen Schwerpunkt der Analytik >

Mikrobiologie

Im Gegensatz zu den anderen Laborbereichen ist die Arbeit in der mikrobiologischen Abteilung noch ganz überwiegend von Handarbeit geprägt. Die langjährige Erfahrung bei der mikroskopischen Untersuchung der Präparate und bei der Beurteilung der Kulturen ist bis heute durch keine Maschine zu ersetzen.
Schwerpunkt der Tätigkeit ist die Anzucht von Bakterien und Pilzen mit nachfolgender Identifizierung und Resistenztestung. Eingehende Untersuchungsmaterialien werden zunächst mikroskopisch untersucht und anschließend auf verschiedene Nährböden ausgestrichen. Am Folgetag wird das Wachstum der Kulturen beurteilt, klinisch relevante Keime identifiziert und auf ihre Empfindlichkeit gegen Antibiotika getestet. Der routinemäßige Einsatz neuester Methoden (Keimidentifizierung mittels Massenspektrometrie(MALDI-TOF und Resistenztestung mit VITEK-System, Bewertung nach EUCAST) hat in der letzten Zeit zu einer früher nicht denkbaren Beschleunigung der Diagnostik bei gleichzeitig wesentlich höherer Genauigkeit geführt.

Untersuchungen auf Tuberkulosebakterien und Blutkulturen werden mit einem sehr empfindlichen und schnellen Verfahren durchgeführt, bei dem die Kulturen automatisch und fortlaufend auf Wachstum geprüft werden.
Besonderes Gewicht wird auf die Schnelligkeit der Befunderstellung gelegt, da bei Infektionen der Zeitfaktor eine entscheidende Rolle spielt. Befunde und Zwischenbefunde werden schnellstmöglich mit DFÜ, ggf. telefonisch oder per Fax mitgeteilt. Einsender, die  mit star.net® Labor arbeiten, erhalten die Befunde online als pdf Dokument. Einen hohen Stellenwert hat die schriftliche oder mündliche Kommentierung der Befunde und die Beratung der behandelnden Ärzte. Hierfür sind die Laborärzte per Direktwahl ganztägig telefonisch erreichbar (Tel.: 040 76696-100).
Auch in der Mikrobiologie finden molekularbiologische Methoden zum direkten Nachweis oder zur raschen Identifizierung der Erreger in wachsendem Umfang Anwendung. Hierfür ist die enge Zusammenarbeit mit der molekularbiologischen Abteilung im Hause von großem Vorteil. Auf diese Weise können zum Beispiel Pertussisbakterien, Tuberkulosebakterien, Chlamydien, MRSA-Keime und verschiedene Viren rasch und mit hoher Empfindlichkeit nachgewiesen werden.

Molekularbiologie

Molekulare Techniken sind in vielen Bereichen der medizinischen Diagnostik zu einem unentbehrlichen Werkzeug geworden, die Methodik konnte in den letzten Jahren entscheidend optimiert werden. Im Bereich Molekulare Diagnostik werden DNA- und RNA-Tests zum Nachweis von Krankheiten oder genetischer Veranlagung zu einer Erkrankung verwendet. Die molekulare Diagnostik von Infektionserkrankungen beschäftigt sich mit der Detektion von bakterieller oder viraler DNA/RNA. Die Vervielfältigung von Virus- bzw. Bakterien-spezifischer Erbsubstanz mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) und deren Nachweis durch spezifische Gensonden ermöglicht einen hochsensitiven und schnellen Nachweis auch geringster Mengen von Krankheitserregern. Herkömmliche zeitaufwändige bakteriologische Nachweisverfahren wurden durch PCR oder Gensondentests ersetzt und ermöglichen eine sehr schnelle Aussage z. B. bei Verdacht auf Infektion mit Bordetella pertussis/parapertussis. Der direkte Virusnachweis wird heute fast nur noch mittels molekuarbiologischer Verfahren durchgeführt. Eine besondere Bedeutung hat eine die Therapie begleitende quantitative Bestimmung der Viruslast von HIV- und Hepatitis C-infizierten Patienten. Für die Antibiotika-Therapie hospitalisierter Patienten gewinnt der molekularbiologische Schnellnachweis Methicillin-resistenter Stämme von Staphylococcus aureus (MRSA) zunehmend an Bedeutung. Die molekulare Diagnostik von angeborenen Erkrankungen dient dem Nachweis von Erbkrankheiten (Genmutationen). Sie hilft, genetische Prädispositionen bei Patienten mit z. B. Thromboseneigung (Faktor V-Leiden, Prothrombinmutation), oder Eisenstoffwechselstörungen (Hämochromatose) festzustellen und gewinnt zunehmende Bedeutung im Bereich der Krebsdiagnostik (Onkologie).