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Siegel

Sammlung von 24h-Urin

Aufgrund der sehr unterschiedlichen Ausscheidungsmengen lassen sich viele quantitative Messungen im Urin nur vergleichen und beurteilen, wenn man sie auf die Tagesausscheidung bezieht. Die Ergebnisse sind dargestellt als Mengenangabe pro Tag und nicht, wie von Bestimmungen im Blut gewohnt pro Liter. Für die Gewinnung und Handhabung des 24-Stundenurins ist folgendes genau zu beachten:
Trinkmenge während der Sammelperiode 1,5 - 2 Liter/Tag
Diätvorschriften beachten (s. Angaben bei den angeforderten Analysen)

Säurezusatz bei folgenden Untersuchungen zur Stabilisierung:

Salzsäure z. B. bei:

  • Katecholamine
  • Metanenprine
  • VMS
  • Citrat

Essigsäure bei

  • 5-Hydroxyindolessigsäure (5HIES)

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Darmkrebsvorsorge

Der Nachweis von Blut im Stuhl kann ein Hinweis auf präkanzerose Polypen oder Darmkrebs sein. Positive Tests sollen unbedingt mittels Koloskopie abgeklärt werden, da sie nach wie vor die beste Methode zur Darmkrebsfrüherkennung darstellt und auch die Möglichkeit zur Polypektomie und Biopsie bietet.

iFOBT (immunochemical fecal occult blood test), oft auch als Fecal Immunochemical Tests (FIT) bezeichnet, sind neuere immunchemische Stuhltests, die okkultes Blut im Stuhl mit Hilfe von spezifischen Antikörpern gegen humanes Hämoglobin nachweisen.

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Gewinnung und Handhabung von Mittelstrahlurin

Für Teststreifenuntersuchungen, Urinsedimente oder z. B. SDS-Elektrophoresen. Zur qualitativen bzw. semiquantitativen Erfassung von Urinbestandteilen wird Mittelstrahlurin verwendet. Bei der Entnahme und Handhabung ist folgendes zu beachten (vgl. auch Angaben zur mikrobiologischen Untersuchung von Urin):

  • Ab 2 Uhr nachts kein Wasser mehr lassen
  • Harnröhrenöffnung und Hände vor der Uringewinnung waschen (vgl. Angaben zur Durchführung von bakteriologischen Untersuchungen)
  • Erster oder zweiter morgendlicher Mittelstrahlurin (je nach klinischer Fragestellung) verwenden: Dafür erste Urinportion verwerfen, mittlere in einem sauberen Plastikbecher sammeln, den Rest wiederum verwerfen.
  • 10 ml in einem entsprechenden Transportbehälter ins Labor schicken
  • Für Urinteststreifen- und Urinsedimentuntersuchungen sollte der Urin innerhalb von zwei Stunden verarbeitet werden, da sonst die Bakterienvermehrung Ergebnisse verfälschen könnte und wichtige Sedimentbestandteile (Erythrozyten, Zylinder,  ...) zerstört werden.